Veranstaltungsarchiv

Freitag, 25. November 2022 um 17.00 Uhr
Kulturvolk / Freie Volksbühne Berlin
Ruhrstraße 6 | 10709 Berlin

 

Erwin und Maria Piscator: Politisches Theater im Exil
Ausstellungseröffnung
Dauer der Ausstellung: bis Ende Januar 2023
Öffnungszeiten Mo / Do 10 – 18 Uhr; Di, Mi und Fr 10 – 16 Uhr

Die von Michael Lahr kuratierte Ausstellung dokumentiert anhand von Briefen, Fotos, Plakaten und Programmzetteln das innovative Wirken von Erwin Piscator, dem Gründer des politischen und epischen Theaters.

Nach Aufsehen erregenden Produktionen im Berlin der 1920er Jahre ging Piscator in den frühen 1930er Jahren in die Sowjetunion, um einen Film zu drehen. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten fand er Exil erst in Paris, dann in New York. Dort gründete er an der New School den Dramatic Workshop. Eine ganze Generation berühmter amerikanischer Schauspieler und Dramatiker – u.a. Harry Belafonte, Marlon Brando, Judith Malina, Tony Randall, Elaine Stritch und Tennessee Williams – wurden durch Piscators Schule geprägt. 1951 kehrte er unter dem Druck der antikommunistischen Hetzkampagne McCarthys zurück nach Deutschland.

Piscator war nicht nur ein großer Theaterkünstler, sondern setzte durch sein Leben Zeichen in dunklen Zeiten: seine Leidenschaft für kämpferische Kunstformen, die den Status Quo herausforderten, wurde auch durch die politische Verfolgung seitens der Nationalsozialisten nicht gebremst. Bertolt Brecht sagte einmal: „Piscator ist der größte Theatermann aller Zeiten. Er wird ein Erbe hinterlassen, das wir nutzen sollten.“

Eine Veranstaltung von Kulturvolk / Freie Volksbühne Berlin
in Kooperation mit Elysium – between two continents und The Lahr von Leitis Academy & Archive

 

Donnerstag, 17. November 2022 um 19.00 Uhr
Künstlerhaus München

Lenbachplatz 8 | D-80333 München

 

“Man darf nicht hassen!”
Frauenstimmen aus Theresienstadt

Die Pianistin Alice Herz-Sommer und die Dichterin Ilse Weber wurden 1942 ins Ghetto und Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Alice Herz-Sommer überlebte den Holocaust, Ilse Weber wurde mit einer Gruppe von Kindern, um die sie sich kümmerte, in Auschwitz ermordet. Ihr Zeugnis ermahnt uns zu Solidarität und Mitmenschlichkeit.

Lesung mit der bayerischen Staatsschauspielerin Christine Ostermayer.

Eine Veranstaltung des Künstlerhauses München
in Kooperation mit Elysium – between two continents und The Lahr von Leitis Academy & Archive

 

Weitere Informationen und Online Ticketverkauf hier: https://www.kuenstlerhaus-muc.de/programm/2022/11/17/man-darf-nicht-hassen

Donnerstag, 3. November 2022 um 19.00 Uhr
Austrian Cultural Forum New York

11 East 52nd Street | New York, NY 10022 | USA

 

Pioniere im Exil
100 Jahre Internationale Gesellschaft für Neue Musik
Unter der Schirmherrschaft von Thomas Hampson

Im August 1922 versammelten sich Komponisten aus der ganzen Welt in Salzburg, um in einem dreitägigen Festival ihre innovativen musikalischen Werke zu präsentieren. Am Ende dieses avantgardistischen Festivals, das unter der Schirmherrschaft von Richard Strauss stand, wurde die Internationale Gesellschaft für Neue Musik gegründet, die bis heute existiert. Von den damals anwesenden deutschen und österreichischen Komponisten mussten acht emigrieren, um der religiösen und politischen Verfolgung durch die Nazis zu entgehen: Egon Wellesz floh nach England, Wilhelm Grosz, Paul Hindemith, Hugo Kauder, Egon Lustgarten, Paul A. Pisk, Rudolf Reti und Karl Weigl gingen in die USA. Nur wenigen dieser vielversprechenden Komponisten gelang es im Exil, finanziell und beruflich wieder Fuß zu fassen. 100 Jahre später wollen wir an diese zu Unrecht vergessenen Komponisten erinnern.

Dieser Abend ist die Auftaktveranstaltung zu einem dreitägigen Festival, bei dem im April nächsten Jahres auch kammermusikalische Werke dieser Komponisten zu Gehör kommen werden.

Konzept: Michael Lahr und Alexis Rodda
Regie: Jeannie Im
Einführung: Michael Lahr
Sopran: Alexis Rodda und Jeannie Im
Bariton: Bryan Murray
Piano: Dan Franklin Smith

Eine Veranstaltung des Austrian Cultural Forum New York
in Kooperation mit Elysium – between two continents und The Lahr von Leitis Academy & Archive

Reservierungen können per E-Mail (events@acfny.org) oder telefonisch (+1-212-319-5300) gemacht werden.

Donnerstag, 13. Oktober 2022 um 18.30 Uhr

Leo Baeck Institute New York
Center for Jewish History
15 West 16th Street | New York, NY 10011 | USA

 

Lew Nussimbaum alias Essad Bey alias Kurban Said
Kosmopolit – Grenzgänger – jüdischer Moslem – Orientkenner im Exil
Unter der Schirmherrschaft von Rabbiner Dr. Ismar Schorch

In seinem kurzen Leben kam der Schriftsteller Lew Nussimbaum (1905 – 1942) mit allen Strömungen des frühen 20. Jahrhunderts in Berührung: Kommunismus, Faschismus und Nationalsozialismus.
Vor der Oktoberrevolution aus Baku geflohen, konvertierte er 1922 in Berlin vom Judentum zum Islam und ändert seinen Namen in Essad Bey. Schon bald begann er zu schreiben, vor allem für Die literarische Welt von Willy Haas. Sein erstes Buch Öl und Blut im Orient wurde sogleich zum Bestseller. In rascher Folge veröffentlichte er dreizehn weitere Bücher, unter anderem Biographien über Mohammed, Stalin und Nikolaus II. Vor den Nazis floh er nach Wien, und schließlich nach dem „Anschluss“ nach Italien, wo er 1942 in Positano an einer seltenen Krankheit starb.

Konzept & Einführung: Michael Lahr
Gregorij H. von Leitis liest aus Lew Nussimbaums fantastischem Werk.

Eine Veranstaltung des Leo Baeck Instituts New York
in Kooperation mit Elysium – between two continents und The Lahr von Leitis Academy & Archive

 

 

Tickets erhältlich im Vorverkauf unter https://www.eventbrite.com/e/lew-nussimbaum-aka-essad-bey-tickets-408088502697

Samstag, 1. Oktober 2022 um 19.00 Uhr
Exilarte Zentrum der mdw Universität für Musik und Darstellende Kunst
Lothringer Straße 18 | 1030 Wien | Österreich

 

Im Rahmen der „ORF – Lange Nacht der Museen“

Einsatz für Frauenrechte – Kampf gegen den Faschismus
Gedenken an Käthe Leichter 80 Jahre nach ihrer Ermordung durch die Nazis
unter der Schirmherrschaft von Franz Leichter, ehemaliger Senator des Staates New York, und Ulrike Sych, Rektorin der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien

Die 1895 geborene Käthe Leichter war eine der ersten österreichischen Frauen, die in Nationalökonomie promovierten. Sie arbeitete als Erzieherin von Arbeiterkindern und setzte sich später für die Emanzipation der Arbeiterinnen ein.

Als die Austrofaschisten 1934 die Sozialdemokraten verboten, flohen Käthe und ihr Mann Otto Leichter mit ihren beiden Söhnen in die Schweiz. Bald darauf kehrten sie nach Österreich zurück, um die Gewerkschaftsbewegung im Untergrund zu organisieren. Nach dem "Anschluss" im März 1938 floh Otto Leichter erneut. Käthe blieb und wurde bald darauf verhaftet. Beide Söhne konnten entkommen. Während Käthe im Gefängnis war, führte ihr Mann ein Tagebuch und schrieb Briefe an seine Frau, die nie abgeschickt wurden. Ende 1939 wurde Käthe Leichter in das Konzentrationslager Ravensbrück deportiert. Am 17. März 1942 wurde sie vergast.

Die Schriften von Käthe und Otto zeugen von Käthes Mut und Entschlossenheit. Musikalische Beiträge von Käthes Schwester Vally Weigl und ihrem Mann Karl ergänzen die Lesung.

Konzept & Einführung: Michael Lahr
Die bayerische Staatsschauspielerin Christine Ostermayer liest Käthe Leichters Texte.
Gregorij H. von Leitis liest die Briefe und Tagebucheintragungen von Otto Leichter.
Sopranistin Josipa Bainac und Pianist David Hausknecht interpretieren die Lieder von Karl und Vally Weigl.

Eine Veranstaltung des Exilarte Zentrums für verfolgte Musik
in Kooperation mit Elysium – between two continents und The Lahr von Leitis Academy & Archive

Tickets erhältlich im Vorverkauf bis 25.9.2022 unter tickets.ORF.at oder bei den teilnehmenden Museen und Kulturinstitutionen. Am Tag der Veranstaltung sind Tickets zusätzlich auch am „Treffpunkt Museum“ erhältlich.

Dienstag, 14. Juni um 18.00 Uhr

Botschaft der Republik Litauen
Charitéstraße 9 | 10117 Berlin

 

Berlin grüßt Kaunas, die Kulturhauptstadt Europas 2022
Wir sind die Letzten, fragt uns aus, wir sind zuständig
Im Gedenken an die zahlreichen Holocaust-Opfer, die durch die Nationalsozialisten im IX. Fort in Kaunas ermordet wurden

Die Lesung aus dem Werk des deutsch-jüdischen Exil-Schriftstellers Hans Sahl (1902 – 1993) präsentiert Erinnerungen an ein bewegtes Leben zwischen den Kontinenten, Stimmungsbilder eines Schicksals in der Emigration, und pointenreiche Beobachtungen eines großen Zeitzeugen des jüdisch-intellektuellen Exodus aus Deutschland und Europa.

Der Kritiker Fritz J. Raddatz nannte Hans Sahl „einen Schriftsteller, den es wieder zu entdecken gibt, dessen Fähigkeit zu erhellenden Momentaufnahmen ohnegleichen ist, einen literarischen Brennspiegelschleifer.“ Im Brennspiegel des Erzählers, Dramatikers, Chronisten und Lyrikers Hans Sahl gewinnen die historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts eine neue Lebendigkeit. Zarte, einfühlende Beobachtungen über menschliche, allzumenschliche Seiten seiner Zeitgenossen wechseln ab mit heiter-ironischen Charakterstudien und philosophischen Meditationen über den Zustand der Welt.

1902 in Dresden geboren, studierte Hans Sahl Kunst- und Literaturgeschichte, Archäologie und Philosophie und arbeitete in den 1920er Jahren als Kritiker und Journalist in Berlin. 1933 floh er über Prag und Zürich nach Paris, wirkte schließlich mit Varian Fry in Marseille an der Rettungsaktion für Intellektuelle und Künstler mit, die vor Hitlers Schergen nach Frankreich geflohen waren, bevor er selbst mit einem der letzten Schiffe aus Lissabon nach New York entkam. Vor dem Hintergrund dieses persönlichen Schicksals gewinnen Sahls „Memoiren eines Moralisten“ eine besondere Brisanz.

Konzept & Einführung: Michael Lahr
Es liest: Gregorij H. von Leitis

Eine Veranstaltung der Litauische Botschaft Berlin
in Kooperation mit Elysium – between two continents und The Lahr von Leitis Academy & Archive

Eintritt: frei
im Anschluss bittet die Litauische Botschaft zu einem Glas Wein

Montag, 16. Mai um 19.30 Uhr

Kulturvolk / Freie Volksbühne Berlin e.V.
Ruhrstraße 6 | 10709 Berlin

 

Lew Nussimbaum, alias Essad Bey, alias Kurban Said
Grenzgänger – Kosmopolit – Jüdischer Moslem – Orientalist im Exil
Unter der Schirmherrschaft von Rabbi Dr. Ismar Schorsch
Lesung aus seinem fantastischen Werk

In Kiew geboren, in Baku aufgewachsen, vor der russischen Revolution nach Berlin geflohen, vor den Nazis schließlich nach Wien emigriert und nach dem "Anschluss" weiter nach Italien: Der Schriftsteller Lew Nussimbaum kam mit allen Strömungen des frühen 20. Jahrhunderts in Berührung: Kommunismus, Nationalsozialismus und Faschismus.

Vor 80 Jahren, am 27. August 1942 starb in Positano verarmt und vereinsamt der Schriftsteller und Orientexperte Essad Bey an einer seltenen Krankheit. Lediglich seine baltisch-deutsche Kinderfrau Alice Schulte war bei ihm. Sie kannte ihn von frühester Kindheit an. Geboren wurde Essad Bey am 20. Oktober 1905 in Kiew als Lew Nussimbaum. Lews Vater war der reiche, in Aserbaidschan ansässige jüdische Öl-Magnat Abraham Nussimbaum, Lews Mutter die aus Shklov (Belarus) stammende jüdische Berta Slutsky, über ihre Tante Olga Leites verwandt mit dem weitläufigen, verzweigten Leites/Leitis-Clan. Während Lews Vater am Öl-Boom in Baku ein Vermögen verdient, sympathisiert seine Mutter mit den bolschewistischen Sozialrevolutionären und unterstützt heimlich den jungen Stalin. Als Lew gerade sechs Jahre alt war, begeht seine Mutter Selbstmord, möglicherweise weil sie die Gegensätze ihrer eigenen Existenz nicht mehr aushält. Traumatisiert und kränkelnd, zieht der junge Lew sich zurück und verbringt Stunden in der elterlichen Bibliothek.

Als 1918 die Oktoberrevolution auch Baku erfasst, fliehen Vater und Sohn, zunächst nach Persien. schließlich über den Kaukasus nach Istanbul, und von dort über Paris nach Berlin. Lew Nussimbaum besucht das russische Exil-Gymnasium und schreibt sich an der Humboldt-Universität für arabische und türkische Literatur ein. 1922 konvertiert er zum Islam.

In der Berliner Literaturszene lernt er Else Lasker-Schüler, Vladimir Nabokov und Boris Pasternak kennen und beginnt schon bald zu schreiben, vor allem für „Die literarische Welt“ von Willy Haas. Sein erstes Buch „Öl und Blut im Orient“, erschien 1929 und wurde sogleich zum Bestseller. In rascher Folge veröffentlicht er 13 weitere Bücher, u.a. eine bis heute anerkannte Biographie des Propheten Mohammed, sowie Biographien zu Stalin, Lenin und Nikolaus II. Während die einen ihn als ausgewiesenen Orient-Kenner wertschätzen, verleumden ihn andere bald als jüdischen Geschichtsschwindler. Die islamische Gemeinde in Berlin geht auf Distanz zu ihm. Die Kommunisten weisen seine die Sowjetunion kritisierenden Werke als undialektisch und reaktionär zurück. Lew Nussimbaum, alias Essad Bey sitzt zwischen allen Stühlen. „Wer ist dieser Essad Bey?“ fragt Leo Trotzki 1932 in einem Brief.

1936, als er in Deutschland bereits Publikationsverbot hat, veröffentlicht Essad Bey unter dem Pseudonym Kurban Said in Wien den Roman „Ali und Nino“, eine tragisch endende Liebesgeschichte zwischen dem Nachfahren aus einer adeligen muslimischen Familie aus Aserbaidschan und einer christlichen Prinzessin aus Georgien, eine an der Schnittstelle zwischen Islam und Christentum spielende Romeo und Julia-Geschichte.

Als auch Wien nach dem „Anschluss“ für den enttarnten Essad Bey keinen Schutz mehr bietet, flieht er nach Italien. Lew Nussimbaums Vater Abraham, in Wien zurückgeblieben, wird deportiert und stirbt im Vernichtungslager Belzec. Trotz erheblicher Schmerzen schreibt Essad Bey bis zum Schluss an einem weiteren Roman „Der Mann, der nichts von der Liebe verstand“. Als Ende August 1942 schwarze Limousinen vor Essad Beys Wohnung in Positano vorfuhren, glaubten Augenzeugen, die zwei Männer seien gekommen um ihn abzuholen und in ein Konzentrationslager zu bringen. In Wahrheit handelte es sich um Mitarbeiter des italienischen Propagandaministeriums, die dem „Moslem“ eine lukrative Position anbieten wollten.

Michael Lahr von Leitis zeichnet in seiner Einführung den ungewöhnlichen Lebensweg Lew Nussimbaums nach
Gregorij H. von Leitis liest aus Nussimbaums fantastischem Werk

Eine Veranstaltung von Kulturvolk / Freie Volksbühne Berlin e.V.
in Kooperation mit Elysium – between two continents und The Lahr von Leitis Academy & Archive

Eintritt: 18 €, 15 € (für Mitglieder der Freien Volksbühne Berlin e.V.)

Dienstag, 31. März 2022 um 18.00 Uhr

1014 Space for Ideas
1014 Fifth Avenue | New York, NY 10028 | USA

 

Erwin Piscators Erbe lebt weiter.
Gespräche über Theater, Musik und Politik
Buchpräsentation mit anschließendem Empfang

Bertolt Brecht sagte: "Piscator ist der größte Theatermann aller Zeiten. Er hinterlässt ein Vermächtnis, das wir nutzen sollten."

  • Was ist Piscators Vermächtnis?
  • Sind die Ideen Piscators heute noch gültig?
  • Welche Bedeutung haben politische und soziale Themen heute auf der Bühne?
  • Wie ist das Verhältnis zwischen Kunst und Politik?

Diesen und ähnlichen Fragen geht Michael Lahr in seinem Buch nach. Seine Interviewpartner sind 15 namhafte Künstler, allesamt Träger des Erwin-Piscator-Preises, und Gregorij von Leitis, der Gründer des Piscator-Preises.
Die in New York lebende französische Fotografin Letizia Mariotti hat alle Interviewpartner eindrucksvoll porträtiert: Lee Grant, Judith Malina, Robert Wilson, William Hoffman, Marshall Mason, Ellen Burstyn, Kurt Masur, Martina Arroyo, Thomas Hampson, André Bishop, Harold Prince, John Guare, Bartlett Sher, James Nicola, J.T. Rogers, Gregorij von Leitis.

Präsentiert von Elysium – between two continents und The Lahr von Leitis Academy & Archive in Zusammenarbeit mit 1014 Space for Ideas

 

 

Bitte R.S.V.P. per E-Mail an elysiumbtc@aol.com

24. März 2022 um 12.30 Uhr

Lotos Club
5 East 66th Street | New York, NY 10065 | USA

 

Startenor erhält Urkunde des Erwin Piscator Preises 2020

Vor zwei Jahren sollte Piotr Beczala im Lotos Club in New York den 33. Erwin Piscator Award für seine herausragenden künstlerischen Leistungen als einer der weltweit führenden Tenöre und seine authentische Darstellung jeder Figur, die er auf der Bühne verkörpert, erhalten. Die Einladungen waren bereits verschickt, die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren. Doch der Ausbruch von Covid 19 durchkreuzte unsere Pläne. Die Preisverleihung musste abgesagt werden.

Am 24. März können wir Piotr Beczala endlich die Preisurkunde im Rahmen eines exklusiven Mittagessens mit guten Freunden und Förderern von Elysium – between two continents im Lotos Club überreichen.

Präsentiert von der Erwin Piscator Award Society
in Zusammenarbeit mit Elysium – between two continents and The Lahr von Leitis Academy & Archive

Nur auf Einladung

Mittwoch, 16. März um 19.30 Uhr

Austrian Cultural Forum New York
11 East 52nd Street | New York, NY 10022 | USA

 

Kampf für Frauenrechte – Kampf gegen den Faschismus
Gedenken an Käthe Leichter 80 Jahre nach ihrer Ermordung durch die Nazis
Unter der Schirmherrschaft von Franz Leichter, früherer Senator vom Staat New York

Die 1895 geborene Käthe Leichter war eine der ersten österreichischen Frauen, die einen Doktortitel in Nationalökonomie erwarben. Da Frauen damals an der Universität Wien kein Examen ablegen durften, zog sie nach Heidelberg und promovierte 1918 bei dem berühmten Soziologen Max Weber. Neben ihrem Studium arbeitete sie als Erzieherin von Arbeiterkindern. Diese Erfahrungen und die Revolution nach dem Ersten Weltkrieg politisierten sie. Sie setzte sich mit ganzer Kraft für die Arbeiterbewegung ein und kämpfte für die Emanzipation und Gleichbehandlung der Arbeiterinnen.

Als Wissenschaftlerin führte sie umfangreiche Forschungen über die Berufs- und Lebensumstände von Arbeiterinnen durch. Ihre Erkenntnisse teilte sie in Zeitungen und Zeitschriften, vor allem aber im Radio mit und schuf damit eine Plattform, um den Anliegen der arbeitenden Frauen Gehör zu verschaffen.

Als die Austrofaschisten 1934 die Sozialdemokratische Partei verboten, flohen Käthe und ihr Mann, der Journalist Otto Leichter, mit ihren beiden Söhnen Heinz und Franz in die Schweiz. Nach kurzer Zeit kehrten sie nach Österreich zurück und kämpften in der illegalen Gewerkschaftsbewegung im Untergrund. Nach dem "Anschluss" im März 1938 floh Otto Leichter sofort in die Schweiz. Käthe Leichter blieb in Wien zurück und wurde im Mai 1938 verhaftet. Beide Söhne konnten entkommen und trafen in Paris wieder mit ihrem Vater zusammen. Während Käthe im Gefängnis auf ihren Prozess wartete, führte ihr Mann ein Tagebuch und schrieb Briefe an seine Frau, die nie abgeschickt wurden. Ende 1939 wurde Käthe Leichter in das Konzentrationslager Ravensbrück deportiert. Am 17. März 1942 wurde sie in der NS-Tötungsanstalt Bernburg vergast. Otto Leichter und seine Söhne konnten rechtzeitig in die USA fliehen. Franz Leichter, der viele Jahre lang Senator im Staat New York war, lebt heute 91 jährig in New York City.

Die Erinnerungen und Briefe Käthe Leichters und das Tagebuch ihres Mannes Otto zeichnen das eindrucksvolle Bild einer mutigen Frau, die ihren Idealen bis zum Schluss unbeirrbar treu blieb. Käthes Schwester und Schwager, die Komponisten Vally und Karl Weigl, fanden in den USA einen sicheren Hafen. Ausschnitte aus ihrer Musik lassen die kulturelle Atmosphäre wieder aufleben, die das Leben der liberalen jüdischen Gemeinden in Österreich und Mitteleuropa bis zu ihrer brutalen Vernichtung durch den Holocaust prägte.

Konzept & Einführung: Michael Lahr
Jeannie Im liest Käthe Leichters Texte.
Gregorij H. von Leitis erzählt die Briefe und Tagebucheinträge von Otto Leichter.
Sopran Alexis Rodda und Pianist Dan Franklin Smith bieten Lieder von Karl and Vally Weigl dar.

Eine Veranstaltung des Austrian Cultural Forum New York
in Kooperation mit Elysium – between two continents und The Lahr von Leitis Academy & Archive

Eintritt frei - aber RSVP erforderlich.

RSVP bitte per E-Mail an events@acfny.org mit Ihrem Namen, Anzahl der Tickets und Name der Veranstaltung, die Sie besuchen möchten.

Donnerstag, 27. Januar 2022 um 18.30 Uhr

Künstlerhaus München
Lenbachplatz 8 | 80333 München

 

"Der Preis der Eintracht"
Vortrag und Lesung anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages
Unter der Schirmherrschaft von Dr. Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus

Der berühmte litauische Theaterkritiker und Historiker Markas Petuchauskas überlebte das Ghetto von Vilnius. In seinen Memoiren schildert er das Überleben unter der Nazi-Besatzung und der sowjetischen Herrschaft in Litauen und berichtet von Menschen, die während der tragischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts, unter zwei Besatzungsregimes, Menschen blieben.

Ein besonderes Merkmal des Ghettos in Vilnius war das Theater, welches von den Künstlern in einem heroischen Kraftakt geschaffen wurde. Aufgrund des Theaters wurde das Ghetto zu einem spirituellen und emotionalen Kristallisationspunkt des Widerstands gegen die Nationalsozialisten.

Ein Aufruf zur Versöhnung und eine Mahnung, sich der Geschichte zu erinnern und aus ihr zu lernen.

Gregorij von Leitis, dessen Familie selbst aus Litauen stammt, liest Auszüge aus Markas Petuchauskas' Buch.

Einführung: Michael Lahr

Präsentiert vom Künstlerhaus München
in Zusammenarbeit mit Elysium – between two continents und The Lahr von Leitis Academy & Archive

 

Eintritt: € 10

Ermäßigung für Schüler, Studenten und Gäste mit Schwerbehinderung nach Vorlage des Ausweises.

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