Aktuell und geplant

24.03.2026, New York: „Der brave Soldat Schwejk“

Dienstag, 24. März 2026 um 19.00 Uhr
Bohemian National Hall
321 East 73rd Street | New York, NY 10021 | USA

 

“Der brave Soldat Schwejk”
Dramatische Lesung mit Musik von Robert Kurka

Jaroslav Hašeks (1883–1923) berühmter Roman „Der brave Soldat Schwejk“ ist ein Klassiker der Weltliteratur und wurde in 58 Sprachen übersetzt. Als der junge Regisseur Erwin Piscator (1893–1966), Begründer des politischen und epischen Theaters, nach einem Stück suchte, das sich mit der grausamen Realität des Krieges befasste, und keines fand, das seinen Anforderungen entsprach, beschloss er, Hašeks Roman für die Bühne zu adaptieren. An dieser Adaption arbeitete ein ganzes Kollektiv von Autoren mit, darunter Bertolt Brecht, Max Brod, Felix Gasbarra, Leo Lania und Hans Reimann. Das Stück wurde 1928 an der Piscatorbühne in Berlin uraufgeführt und von der Kritik begeistert aufgenommen.

Die scheinbare Inkompetenz von Schwejk, die komische Absurdität vieler Situationen, die im Roman und im Stück beschrieben werden, legen die Sinnlosigkeit des Krieges offen und bieten eine satirische Möglichkeit, mit der Vergeblichkeit des Lebens umzugehen.

 

Besetzung:
Danny Ashkenasi, Erzähler
Aidan Cummins, Schauspieler
Jeannie Im, Sopranistin
Stefan Pallotta, Schauspieler
Michael Protacio, Tenor
Bruce Rameker, Bariton
Dan Franklin Smith, Klavier

Regie: Jeannie Im und Gregorij H. von Leïtis

 

Eintritt: frei
Reservierungen sind erforderlich und können hier vorgenommen werden.

Eine Veranstaltung von Elysium – between two continents e.V, und The Lahr von Leïtis Academy & Archive) in Kooperation mit dem Generalkonsulat der Tschechischen Republik in New York und dem Czech Center New York

    

30.03.2026, New York: Theater und Politik in Zeiten multipler Krisen neu denken

Montag, 30. März 2026 von 18.00 bis 20.00 Uhr
New School |Auditorium A407
66 West 12th Street | New York, NY 10011 | USA

 

Theater und Politik in Zeiten multipler Krisen neu denken
Podiumsdiskussion

„Das Konzept des politischen Theaters haftet an mir wie ein Hemd“, schrieb Erwin Piscator einmal. Als Pionier des politischen und epischen Theaters veränderte Piscator das Theater der Weimarer Republik mit mutigen, experimentellen Inszenierungen, die sich mit den brennenden Themen seiner Zeit auseinandersetzten und das Publikum nicht nur unterhalten, sondern mobilisieren wollten. Nach seiner Flucht aus Nazi-Deutschland setzte Piscator diese Mission in den Vereinigten Staaten fort, wo er den Dramatic Workshop an der New School for Social Research gründete. Als er 1951 nach Deutschland zurückkehrte, zielte sein dokumentarisches Theater darauf ab, die demokratische Kultur in der jungen Bundesrepublik zu etablieren.

Piscator starb am 30. März 1966.

Sechzig Jahre später fragen wir: Was ist von seiner Vision geblieben?
Welche Rolle spielt das politische Theater heute?
Kann Kunst noch immer unser Denken und Handeln in der Welt verändern?
Kann Theater in einer Zeit sich überschneidender Krisen Bewusstsein schaffen – oder sogar zum Handeln anregen?
Oder hat das politische Theater seine Kraft verloren heute, da die Politik selbst von Performance und Spektakel geprägt ist?

Wir haben Preisträger des Erwin-Piscator-Preises eingeladen, diese und viele weitere Fragen am 30. März in einer Podiumsdiskussion zu erörtern.

Bislang haben die Dramatiker Doug Wright und J.T. Rogers, der Regisseur Bartlett Sher und James Nicola, ehemaliger Intendant des New York Theater Workshop, ihre Teilnahme zugesagt.

Moderation: Linda S. Chapman, Co-Direktorin des LGBTQ+ Artists Archive Project und Gründungspräsidentin von Youth Arts New York.

 

Eintritt: frei
Reservierung erforderlich. Bitte reservieren Sie Ihre Tickets hier

Eine Veranstaltung von Elysium – between two continents e.V, und The Lahr von Leïtis Academy & Archive) in Kooperation mit dem Eugen Lang College of Liberal Arts at the New School, der Erwin Piscator Award Society und 1014 – Space for Ideas

 

      

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