The Lahr von Leitis Academy & Archive
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The Bridge Journal
 
 
News von The Lahr von Leitis Academy & Archive
 
Dienstag, 19. Dezember 2017 um 20.00 Uhr
Pfarrsaal von St. Ursula
Kaiserplatz 13 A
80803 München
Unser Tod muß ein Fanal sein
Gedichte und Briefe von Libertas Schulze-Boysen
Anläßlich des 75. Jahrestages der Hinrichtung von Libertas Schulze-Boysen
Im Alter von 29 Jahren wurde Libertas Schulze-Boysen am 22. Dezember 1942 in Plötzensee hingerichtet. Zusammen mit ihrem Mann Harro und dem Ehepaar Arvid und Mildred Harnack bildete Libertas Schulze-Boysen den Kern der Widerstandsgruppe "Rote Kapelle". Frauen und Männer, Junge und Alte, Christen und Marxisten, Arbeiter, Intellektuelle und Künstler kamen hier zusammen, geeint durch ihre Gegnerschaft zum Nazi-Regime. Als die Gestapo im Sommer 1942 die Aktivitäten der Gruppe entdeckte, wurden innerhalb weniger Monate über 100 Mitglieder verhaftet. Über 50 von ihnen wurden zum Tode verurteilt und hingerichtet.
Nach 1945 war die Geschichte der „Roten Kapelle“ heftig umstritten und wurde vielfach verfälscht dargestellt und verkürzt als pro-sowjetisch und kommunistisch. Erst der Zugang zu bislang unzugänglichen Materialien in Archiven in Prag und Moskau ab Anfang der 90er Jahre trug dazu bei, die Arbeit der Widerstandsgruppe Schulze-Boysen / Harnack differenziert darzustellen.
Libertas Schulze-Boysen, geb. Haas-Heye, wurde am 8. September 1942 in Berlin verhaftet. Während der drei Monate im Gefängnis entstanden eindrucksvolle Gedichte, die sich von den kindlich-unbeschwerten, bisweilen naiv anmutenden Gedichten der jugendlichen Libertas durch ihren Ernst und ihre schlichte Sprache absetzen. Die Gedichte zusammen mit den Briefen an ihre Mutter, Gräfin Victoria zu Eulenburg, zeichnen das Bild einer 29jährigen Frau, die angesichts der übermächtigen Nazi-Apparatur und ihres sicheren Todesurteils eine unglaubliche Reife, Gelassenheit und Weisheit an den Tag legt. Die Texte von Libertas Schulze-Boysen sind ein großartiges Zeugnis ihrer tiefen Menschlichkeit. Aus den bisherigen Reaktionen der Zuschauer wird deutlich, daß sie sich mit Libertas’ Leben identifizieren können. Sie war keine übermenschliche Heldin, sondern eine reale Person mit Kämpfen und Schwächen, wie wir sie alle aus unserem eigenen Alltag kennen.
Konzept und Einführung: Michael Lahr
Es liest: Christine Ostermayer
Eintritt: frei
Eine Veranstaltung von St. Ursula München
in Kooperation mit Elysium – between two continents und The Lahr von Leitis Academy & Archive
Logo St. Ursula München
 
Samstag, 18. November 2017 um 19.00 Uhr
Goethe Institut
Auditorium
Campo dos Mártieres da Pátria, 37
1169-016 Lissabon
Haß ist ein Mangel an Fantasie
Eine literarische Collage – Ein Mut machendes Zeugnis
unter der Schirmherrschaft von Alt-Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl und Prof. Felix Kolmer (Prag), Advisor / Foundation for Holocaust Victims
mit Texten von Alice Herz-Sommer, Georg Kafka, Paul Aron Sandfort, Leo Strauss, Viktor Ullmann und Ilse Weber
Die Welle von Terroranschlägen einerseits und rechtsextremen Gewalttaten andererseits führt uns erneut vor Augen, wie Hass Menschen verblenden kann. Die in Theresienstadt inhaftierten Künstlerinnen und Künstler haben dem von Graham Greene sehr treffend als „Mangel an Fantasie“ charakterisierten Hass und der Menschenverachtung auf ihre Weise getrotzt. Mit ihrer künstlerischen Imagination, ihrer schöpferischen Kraft und ihrer kreativen Energie stemmten sie sich gegen das Diktum der Nazis, die Juden seien Untermenschen und als solche jeder Kultur unfähig. Die von ihnen überlieferten Texte können uns gerade heute Mut machen, die Spirale von Hass und Gewalt zu durchbrechen.
Konzept und Einführung: Michael Lahr
Es liest Gregorij H. von Leitis
Eintritt: frei
Eine Veranstaltung der Deutschen Botschaft Lissabon
im Rahmen der Konferenz „Die Portugiesischen Zwangsarbeiter im Dritten Reich“
Logo Deutsche Botschaft Lissabon
 
Donnerstag, 9. November 2017 um 19.30 Uhr
Austrian Cultural Forum New York
11 East 52nd Street
New York, NY 10022
Widerstand: Verfolgt, doch nicht gebrochen
Eine literarisch-musikalische Collage
Künstler und Intellektuelle sind seit Jahrhunderten die Speerspitze des widerständigen Geistes. Sie opponieren gegen ungerechte Herrschaftsstrukturen und erneuern immer wieder die Forderung, daß die Gesellschaft sich im Sinne der Aufklärung und der sittlichen Vernunft weiterentwickelt hin zu mehr Gerechtigkeit, mehr Freiheit, mehr Solidarität. Dieser Ruf war aktuell, als Ludwig A. Frankl die Anliegen der Märzrevolution 1848 mit seinem Gedicht „Die Universität“ unterstützte und Sigmund Engländer die satirische Zeitschrift „Wiener Katzenmusik“ herausgab. Politischer Widerstand tat besonders Not im Austrofaschismus und zur Zeit der Nazi-Herrschaft, als Schriftsteller wie Joseph Roth, Theodor Kramer, Ernst Waldinger und Erich Fried opponierten, und Politiker wie Bruno Kreisky aber auch Frauen aus allen gesellschaftlichen Schichten von Lisa Gavric und Anna Hannika bis hin zu Margarete Schütte-Lihotzky und Ida Revertera (geb. Prinzessin Schwarzenberg) Widerstand leisteten. Heute fordern Schriftstellerinnen wie Elfriede Jelinek und Herta Müller uns in ihren Romanen, Theaterstücken und Gedichten auf, uns unseres eigenen Verstandes zu bedienen und so eine für den Bestand der Demokratie lebenswichtige offene Debattenkultur aufrecht zu erhalten.
Die Collage vereinigt widerständige Texte aus drei Jahrhunderten mit Kompositionen verfolgter Komponisten (u.a. Max Brand, Hanns Eisler, Ernst Krenek, und Viktor Ullmann) zu einem Appell für die Hoffnung, daß der Geist der Aufklärung sich durchsetzt.
Konzept und Einführung: Michael Lahr
Sopran: Jeannie Im
Piano: Dan Franklin Smith
Es liest: Gregorij H. von Leitis
Eintritt: frei – Reservierungen sind erforderlich und können gemacht werden über die Website des Austrian Cultural Forum
Eine Veranstaltung des Austrian Cultural Forum New York
in Kooperation mit Elysium – between two continents und The Lahr von Leitis Academy & Archive
Logo ACF NYC
 
Dienstag, 24. Oktober 2017 um 18.00 Uhr
Deutsches Generalkonsulat New York
871 United Nations Plaza
New York, NY 10017
Nietzsches Denkweg
Vom protestantischen Pfarrhaus zum „Anti-Christ“
Eine eigenwillige Annäherung an Luther und den Protestantismus zum 500jährigen Jubiläum der Reformation
Immer wieder setzte sich der Philosoph Friedrich Nietzsche (1844 – 1900) in seinen Werken mit dem Christentum auseinander und unterzog die katholische und protestantische Kirche heftiger Kritik. Als Stachel im Fleisch wollte er die dekadente Gesellschaft und Kultur seiner Zeit aus ihrem behäbigen Wohlgefühl herausreißen.
Nietzsches Ausspruch „Gott ist tot“ machte ihn in den Augen seiner Zeitgenossen zum Antichristen. Als „Prophet des Übermenschen“ wetterte er gegen die sinnentleerte phrasenhafte Moralität seiner Zeitgenossen und bemühte sich um eine Neubegründung der Moral „Jenseits von Gut und Böse“. Wo die Gebote sagen, „Du sollst“, solle der Mensch sagen: „Ich will.“ Der Mensch solle lernen, selber zu laufen und zu fliegen, statt von „Gott“ und Dogmen gestoßen zu werden.
In seinem heftigsten Buch „Der Anti-Christ. Fluch auf das Christentum“ überzog er die christlichen Konfessionen und die Kirchen mit beißendem Spott. Doch die Gestalt Jesu Christi blieb stets von aller Kritik verschont. An Jesus schätzte Nietzsche die vollkommene Einheit von Lehre und Leben.
Aufgewachsen in einem protestantischen Pfarrhaus und besonders durch seine Mutter und einige seiner Lehrer während der Gymnasialzeit mit der pietistisch-erwecklichen Frömmigkeit in Berührung gekommen, schrieb sich Nietzsche anfangs als Student für Theologie und Philologie ein, wendete sich aber im ersten Bonner Studienjahr vom Christentum ab, gab sein Theologiestudium auf und entschied sich für die Philologie. Während seiner Professur im „frommen Basel“ trifft er erneut im Baseler Bürgertum auf die pietistische Spielart des Protestantismus. Die Lektüre des damals tabuisierten Hölderlin, das Studium der Antike und die Begegnung mit der Philosophie Schopenhauers und schließlich die Freundschaft mit Richard Wagner und die Auseinandersetzung mit dessen Musik setzen einen Emanzipationsweg in Gang, der aus Nietzsche einen der großen kritischen Diagnostiker seiner Zeit, einen Moralisten und brillanten Aufklärer werden ließ, aber auch einen der prononciertesten Kritiker des Christentums. Im Platonismus sah Nietzsche das Grundübel der abendländischen Geistestradition. Der platonische Idealismus hat Nietzsche zufolge einen unheilvollen Dualismus zwischen Gott und Welt zementiert, und damit letztlich zu Feindschaft und Haß gegenüber der natürlichen diesseitigen Welt geführt. Diese Kritik galt in erster Linie dem Dogmatismus und der Moral des Christentums.
Michael Lahr wird in seiner Einführung versuchen, den außergewöhnlichen Denkweg Nietzsches zu rekonstruieren. Gregorij von Leïtis wird Schlüsselstellen aus Nietzsches Werk lesen.
Eintritt: Frei – Reservierungen sind erforderlich
Weitere Informationen unter ku-s1-gk@newy.auswaertiges-amt.de
Eine Veranstaltung des Generalkonsulats der Bundesrepublik Deutschland in New York
in Kooperation mit Elysium – between two continents und The Lahr von Leitis Academy & Archive
Logo German Consulate General New York
 
Donnerstag, 5. Oktober 2017 um 19.30 Uhr
Bohemian National Hall
321 East 73rd Street
New York, NY 10021
Das Evangelium nach Kafka
Texte aus Franz Kafkas Erzählungen, Briefen, Tagebüchern und Aphorismen werden zu einer dichterischen Collage verwoben.
In seinen Erzählungen überschreitet Kafka (1883 – 1924) die Welt des Wahrscheinlichen, um die wirkliche Welt besser zu verstehen. Die Protagonisten seiner Werke stehen oft ohnmächtig anonymen Kräften gegenüber, sind in einem unentwirrbaren Labyrinth gefangen. Angst, Scheitern, vergebliches Streben sind seine beherrschenden Themen. Ein Meister des Absurden beschreibt er glasklar und nüchtern die phantastischsten Begebenheiten und führt den Leser an die Grenzen des menschlichen Denkens. Die großen Umwälzungen des 20. Jahrhunderts kommen in Kafkas Werk beinah visionär zum Ausdruck. Wie kaum ein anderer Schriftsteller verleiht Franz Kafka dem Lebensgefühl des modernen Menschen Ausdruck, so sehr, dass sein Name gleichbedeutend ist mit der modernen Existenz: „kafkaesk“ nennen wir heute eine Situation, die sich den Deutungen von Politik, Psychologie und Soziologie entzieht.
Konzept und Einführung: Michael Lahr
Es liest: Gregorij H. von Leitis
Eintritt: frei
Eine Veranstaltung des Czech Consulate General New York
in Kooperation mit Elysium – between two continents und The Lahr von Leitis Academy & Archive
Logo Czech Consulate General New York
 
Samstag, 9. September 2017 um 19.00 Uhr
Catania
(der genaue Ort wird noch bekannt gegeben)
Italien
Nietzsches Denkweg
Vom protestantischen Pfarrhaus zum „Anti-Christ“
Eine eigenwillige Annäherung an Luther und den Protestantismus zum 500jährigen Jubiläum der Reformation
Immer wieder setzte sich der Philosoph Friedrich Nietzsche (1844 – 1900) in seinen Werken mit dem Christentum auseinander und unterzog die katholische und protestantische Kirche heftiger Kritik. Als Stachel im Fleisch wollte er die dekadente Gesellschaft und Kultur seiner Zeit aus ihrem behäbigen Wohlgefühl herausreißen.
Nietzsches Ausspruch „Gott ist tot“ machte ihn in den Augen seiner Zeitgenossen zum Antichristen. Als „Prophet des Übermenschen“ wetterte er gegen die sinnentleerte phrasenhafte Moralität seiner Zeitgenossen und bemühte sich um eine Neubegründung der Moral „Jenseits von Gut und Böse“. Wo die Gebote sagen, „Du sollst“, solle der Mensch sagen: „Ich will.“ Der Mensch solle lernen, selber zu laufen und zu fliegen, statt von „Gott“ und Dogmen gestoßen zu werden.
In seinem heftigsten Buch „Der Anti-Christ. Fluch auf das Christentum“ überzog er die christlichen Konfessionen und die Kirchen mit beißendem Spott. Doch die Gestalt Jesu Christi blieb stets von aller Kritik verschont. An Jesus schätzte Nietzsche die vollkommene Einheit von Lehre und Leben.
Aufgewachsen in einem protestantischen Pfarrhaus und besonders durch seine Mutter und einige seiner Lehrer während der Gymnasialzeit mit der pietistisch-erwecklichen Frömmigkeit in Berührung gekommen, schrieb sich Nietzsche anfangs als Student für Theologie und Philologie ein, wendete sich aber im ersten Bonner Studienjahr vom Christentum ab, gab sein Theologiestudium auf und entschied sich für die Philologie. Während seiner Professur im „frommen Basel“ trifft er erneut im Baseler Bürgertum auf die pietistische Spielart des Protestantismus. Die Lektüre des damals tabuisierten Hölderlin, das Studium der Antike und die Begegnung mit der Philosophie Schopenhauers und schließlich die Freundschaft mit Richard Wagner und die Auseinandersetzung mit dessen Musik setzen einen Emanzipationsweg in Gang, der aus Nietzsche einen der großen kritischen Diagnostiker seiner Zeit, einen Moralisten und brillanten Aufklärer werden ließ, aber auch einen der prononciertesten Kritiker des Christentums. Im Platonismus sah Nietzsche das Grundübel der abendländischen Geistestradition. Der platonische Idealismus hat Nietzsche zufolge einen unheilvollen Dualismus zwischen Gott und Welt zementiert, und damit letztlich zu Feindschaft und Haß gegenüber der natürlichen diesseitigen Welt geführt. Diese Kritik galt in erster Linie dem Dogmatismus und der Moral des Christentums.
Michael Lahr wird in seiner Einführung versuchen, den außergewöhnlichen Denkweg Nietzsches zu rekonstruieren. Gregorij von Leïtis wird Schlüsselstellen aus Nietzsches Werk lesen.
Eintritt: frei
Eine Veranstaltung der Chiesa Evangelica Luterana Sicilia
in Kooperation mit Elysium – between two continents und The Lahr von Leitis Academy & Archive
 
Freitag, 8. September 2017 um 19.00 Uhr
Syracus
(der genaue Ort wird noch bekannt gegeben)
Italien
Gleiches Programm wie am Samstag, 9. September
 
Donnerstag, 31. August 2017 um 19.00 Uhr
Botschaft der Republik Litauen
Charitéstraße 9
10117 Berlin
Lew Nussimbaum:
Kosmopolit – Grenzgänger – Jüdischer Muslim – Orientkenner im Exil
Literarische Collage aus seinem fantastischen Werk
Vor 75 Jahren – am 27. August 1942 – starb in Positano verarmt und vereinsamt der Schriftsteller und Orientexperte Essad Bey. Er war noch keine 37 Jahre alt, als er einer seltenen Krankheit erlag. Lediglich seine baltisch-deutsche Kinderfrau Alice Schulte war bei ihm. Sie kannte ihn von frühester Kindheit an, als er noch unter anderem Namen firmierte.
Geboren wurde Essad Bey am 20. Oktober 1905 in Kiew als Lew Nussimbaum, einziger Sohn des reichen, in Aserbaidschan ansässigen jüdischen Öl-Magnaten Abraham Nussimbaum und seiner russisch-jüdischen Frau Berta Slutsky, die aus der weitverzweigten ursprünglich in Litauen ansässigen Familie Leites kam. Während Lews Vater am Öl-Boom in Baku ein Vermögen verdient, sympathisiert seine Mutter mit den bolschewistischen Sozialrevolutionären und unterstützt heimlich den jungen Stalin. Als Lew gerade sechs Jahre alt war, begeht seine Mutter Selbstmord.
Als 1918 der russische Bürgerkrieg in Folge der Oktoberrevolution auch Baku erfaßt, fliehen Vater und Sohn, zunächst ins angrenzende Persien. 1920 emigrieren sie endgültig über den Kaukasus nach Istanbul, und schließlich über Paris weiter nach Berlin. Inzwischen 15jährig besucht Lew Nussimbaum zunächst das russische Exil-Gymnasium und schreibt sich schließlich an der Humboldt-Universität für arabische und türkische Literatur ein. 1922 konvertierte er zum Islam.
In der Berliner Literaturszene lernt er Elske Lasker-Schüler, Vladimir Nabokov und Boris Pasternak kennen und beginnt schon bald zu schreiben, vor allem für „Die literarische Welt“ von Willy Haas. Sein erstes Buch „Öl und Blut im Orient“, eine Rekonstruktion seiner Kindheit und Flucht erschien 1929 und wurde sogleich zum Bestseller.
In rascher Folge veröffentlicht er dreizehn weitere Bücher, unter anderem Biographien zu Mohammed, Stalin, Lenin und Nikolaus II. Während die einen ihn als ausgewiesenen Orient-Kenner wertschätzen, verleumden ihn andere bald als jüdischen Geschichtsschwindler. Die islamische Gemeinde in Berlin geht auf Distanz zu ihm. Die Kommunisten weisen seine die Sowjetunion kritisierenden Werke als undialektisch und reaktionär zurück. Lew Nussimbaum, alias Essad Bey sitzt zwischen allen Stühlen. „Wer ist dieser Essad Bey?“ fragt Leo Trotzki 1932 in einem Brief.
1936, als er in Deutschland bereits Publikationsverbot hatte, veröffentlichte Essad Bey unter dem Pseudonym Kurban Said in Wien den Roman „Ali und Nino“, eine an der Schnittstelle zwischen Islam und Christentum spielende Romeo und Julia-Geschichte.
Als auch Wien nach dem „Anschluß“ für den enttarnten Essad Bey keinen Schutz mehr bietet, reist er über die Schweiz nach Italien. Lew Nussimbaums Vater Abraham, in Wien zurückgeblieben, wird deportiert und stirbt im Vernichtungslager Belzec.
Trotz erheblicher Schmerzen schreibt Essad Bey bis zum Schluß an einem weiteren Roman „Der Mann, der nichts von der Liebe verstand“.
Konzept und Einführung: Michael Lahr
Es liest Gregorij H. von Leitis
Eintritt frei - Reservierungen sind erforderlich und können gemacht werden unter anmeldung-botschaft@mfa.lt
Eine Veranstaltung der Litauischen Botschaft Berlin
in Kooperation mit Elysium – between two continents und The Lahr von Leitis Academy & Archive
Logo Litauische Botschaft Berlin
 
Sonntag, 26. August 2017 um 15.30 Uhr
Augustinermuseum
Augustinerplatz
79098 Freiburg
Haß ist ein Mangel an Fantasie
Eine literarische Collage – Ein Mut machendes Zeugnis
unter der Schirmherrschaft von Alt-Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl und Prof. Felix Kolmer (Prag), Advisor / Foundation for Holocaust Victims
mit Texten von Alice Herz-Sommer, Georg Kafka, Paul Aron Sandfort, Leo Strauss, Viktor Ullmann und Ilse Weber
Die Welle von Terroranschlägen einerseits und rechtsextremen Gewalttaten andererseits führt uns erneut vor Augen, wie Hass Menschen verblenden kann. Die in Theresienstadt inhaftierten Künstlerinnen und Künstler haben dem von Graham Greene sehr treffend als „Mangel an Fantasie“ charakterisierten Hass und der Menschenverachtung auf ihre Weise getrotzt. Mit ihrer künstlerischen Imagination, ihrer schöpferischen Kraft und ihrer kreativen Energie stemmten sie sich gegen das Diktum der Nazis, die Juden seien Untermenschen und als solche jeder Kultur unfähig. Die von ihnen überlieferten Texte können uns gerade heute Mut machen, die Spirale von Hass und Gewalt zu durchbrechen.
Konzept und Einführung: Michael Lahr
Es liest Gregorij H. von Leitis
Eintritt: € 7,- (ermäßigt € 5,-)
Eine Veranstaltung des Augustinermuseums Freiburg
in Kooperation mit Elysium – between two continents und The Lahr von Leitis Academy & Archive
 
Dienstag, 25. Juli 2017 um 19.00 Uhr
Berlin
Elysiums Akademie-Programm für junge Sängerinnen und Sänger
Wien grüßt Berlin
Die Sopranistin Melissa Primavera aus Chicago präsentiert Lieder des verfolgten österreichisch-jüdischen Komponisten Egon Lustgarten, dessen Nachlaß sich beinah komplett in The Lahr von Leitis Academy & Archive befindet, sowie Arien aus Franz Lehárs „Die lustige Witwe“ und Paul Abrahams „Ball im Savoy“. 2011 nahm Melissa Primavera an Elysiums 16. Internationaler Sommerakademie in Bernried am Starnberger See teil.
Geschlossene Veranstaltung
Eine Veranstaltung von Elysium – between two continents und The Lahr von Leitis Academy & Archive
 
Dienstag, 13. Juni 2017 um 20.00 Uhr
St. Marienkirche
Stiftsstraße 4
32427 Minden
Haß ist ein Mangel an Fantasie
Eine literarische Collage – Ein Mut machendes Zeugnis
unter der Schirmherrschaft von Alt-Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl und Prof. Felix Kolmer (Prag), Advisor / Foundation for Holocaust Victims
mit Texten von Alice Herz-Sommer, Georg Kafka, Paul Aron Sandfort, Leo Strauss, Viktor Ullmann und Ilse Weber
Die Welle von Terroranschlägen einerseits und rechtsextremen Gewalttaten andererseits führt uns erneut vor Augen, wie Hass Menschen verblenden kann. Die in Theresienstadt inhaftierten Künstlerinnen und Künstler haben dem von Graham Greene sehr treffend als „Mangel an Fantasie“ charakterisierten Hass und der Menschenverachtung auf ihre Weise getrotzt. Mit ihrer künstlerischen Imagination, ihrer schöpferischen Kraft und ihrer kreativen Energie stemmten sie sich gegen das Diktum der Nazis, die Juden seien Untermenschen und als solche jeder Kultur unfähig. Die von ihnen überlieferten Texte können uns gerade heute Mut machen, die Spirale von Hass und Gewalt zu durchbrechen.
Konzept und Einführung: Michael Lahr
Es liest Gregorij H. von Leitis
Eintritt: frei
Eine Veranstaltung der Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Marien
in Kooperation mit Elysium – between two continents und The Lahr von Leitis Academy & Archive
Logo Marien Gemeinde Minden
 
Donnerstag, 8. Juni 2017 um 18.00 Uhr
Österreichisches Kulturforum
Hodzovo námestie 1 A
81106 Bratislava
Haß ist ein Mangel an Fantasie
Eine literarische Collage – Ein Mut machendes Zeugnis
unter der Schirmherrschaft von Alt-Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl und Prof. Felix Kolmer (Prag), Advisor / Foundation for Holocaust Victims
mit Texten von Alice Herz-Sommer, Georg Kafka, Paul Aron Sandfort, Leo Strauss, Viktor Ullmann und Ilse Weber
Die Welle von Terroranschlägen einerseits und rechtsextremen Gewalttaten andererseits führt uns erneut vor Augen, wie Hass Menschen verblenden kann. Die in Theresienstadt inhaftierten Künstlerinnen und Künstler haben dem von Graham Greene sehr treffend als „Mangel an Fantasie“ charakterisierten Hass und der Menschenverachtung auf ihre Weise getrotzt. Mit ihrer künstlerischen Imagination, ihrer schöpferischen Kraft und ihrer kreativen Energie stemmten sie sich gegen das Diktum der Nazis, die Juden seien Untermenschen und als solche jeder Kultur unfähig. Die von ihnen überlieferten Texte können uns gerade heute Mut machen, die Spirale von Hass und Gewalt zu durchbrechen.
Konzept und Einführung: Michael Lahr
Es liest Gregorij H. von Leitis
Piano: Zuzana Zamborská
Eintritt: frei
Eine Veranstaltung des Österreichischen Kulturforums Bratislava
Logo Österreichischen Kulturforums Bratislava
 
Sonntag, 28. Mai 2017 um 19.00 Uhr
Ev.-Luth. Dorfkirche Hornstorf
Hauptstr. 7
23974 Hornstorf bei Wismar
Nietzsches Denkweg:
Vom protestantischen Pfarrhaus zum „Anti-Christ“

Eine eigenwillige Annäherung an Luther und den Protestantismus zum 500jährigen Jubiläum der Reformation
Immer wieder setzte sich der Philosoph Friedrich Nietzsche (1844 – 1900) in seinen Werken mit dem Christentum auseinander und unterzog die katholische und protestantische Kirche heftiger Kritik. Als Stachel im Fleisch wollte er die dekadente Gesellschaft und Kultur seiner Zeit aus ihrem behäbigen Wohlgefühl herausreißen.
Nietzsches Ausspruch „Gott ist tot“ machte ihn in den Augen seiner Zeitgenossen zum Antichristen. Als „Prophet des Übermenschen“ wetterte er gegen die sinnentleerte phrasenhafte Moralität seiner Zeitgenossen und bemühte sich um eine Neubegründung der Moral „Jenseits von Gut und Böse“. Wo die Gebote sagen, „Du sollst“, solle der Mensch sagen: „Ich will.“ Der Mensch solle lernen, selber zu laufen und zu fliegen, statt von „Gott“ und Dogmen gestoßen zu werden.
In seinem heftigsten Buch „Der Anti-Christ. Fluch auf das Christentum“ überzog er die christlichen Konfessionen und die Kirchen mit beißendem Spott. Doch die Gestalt Jesu Christi blieb stets von aller Kritik verschont. An Jesus schätzte Nietzsche die vollkommene Einheit von Lehre und Leben.
Aufgewachsen in einem protestantischen Pfarrhaus und besonders durch seine Mutter und einige seiner Lehrer während der Gymnasialzeit mit der pietistisch-erwecklichen Frömmigkeit in Berührung gekommen, schrieb sich Nietzsche anfangs als Student für Theologie und Philologie ein, wendete sich aber im ersten Bonner Studienjahr vom Christentum ab, gab sein Theologiestudium auf und entschied sich für die Philologie. Während seiner Professur im „frommen Basel“ trifft er erneut im Baseler Bürgertum auf die pietistische Spielart des Protestantismus. Die Lektüre des damals tabuisierten Hölderlin, das Studium der Antike und die Begegnung mit der Philosophie Schopenhauers und schließlich die Freundschaft mit Richard Wagner und die Auseinandersetzung mit dessen Musik setzen einen Emanzipationsweg in Gang, der aus Nietzsche einen der großen kritischen Diagnostiker seiner Zeit, einen Moralisten und brillanten Aufklärer werden ließ, aber auch einen der prononciertesten Kritiker des Christentums. Im Platonismus sah Nietzsche das Grundübel der abendländischen Geistestradition. Der platonische Idealismus hat Nietzsche zufolge einen unheilvollen Dualismus zwischen Gott und Welt zementiert, und damit letztlich zu Feindschaft und Haß gegenüber der natürlichen diesseitigen Welt geführt. Diese Kritik galt in erster Linie dem Dogmatismus und der Moral des Christentums.
Michael Lahr wird in seiner Einführung versuchen, den außergewöhnlichen Denkweg Nietzsches zu rekonstruieren. Gregorij von Leïtis wird Schlüsselstellen aus Nietzsches Werk lesen.
Eintritt: frei
Weitere Informationen: Tel.: 03841/283482
E-Mail: hornstorf@elkm.de
Eine Veranstaltung der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Hornstorf
in Kooperation mit Elysium – between two continents und The Lahr von Leitis Academy & Archive
Logo Hornstorf
 
Donnerstag, 30. März 2017 um 12.00 Uhr
The Lotos Club
5 East 66th Street
New York, NY 10065
Verleihung des 30. Erwin Piscator Preises
(der Erlös dient zur Förderung des internationalen Bildungsprogramms von Elysium und The Lahr von Leitis Academy & Archive)
Der Regisseur und künstlerische Leiter des New York Theatre Workshop James C. Nicola erhält den Erwin Piscator Preis für seine Verdienste, Stücke von Dramatikern auf die Bühne zu bringen, deren Visionen uns inspirieren und herausfordern. Nicola begann seine Laufbahn als Besetzungschef des Public Theater unter dem legendären Joseph Papp. In den 1980er Jahren arbeitete er als Regisseur am Arena Stage in Washington, D.C. Seite 1988 ist er Intendant des New York Theatre Workshop, eines der besten Off-Broadway-Theater, das sich zur Aufgabe gemacht hat, neue Autoren zu fördern und ihre Stücke aufzuführen. Unter der Ägide von James C. Nicola wurde Jonathan Larsons innovatives Musical „Rent“ und Rebecca Gilmans Bühnenfassung von Carson McCullers Roman „The Heart is a lonely Hunter“ uraufgeführt.
Die Mäzenin Marina Kellen French wird für ihre Förderung von Kunst, Kultur und Bildung mit dem Piscator Ehrenpreis in Erinnerung an Maria Ley Piscator ausgezeichnet. Sie ist Trustee der National Gallery in Washington, D.C., des Metropolitan Museum of Art in New York, und der Carnegie Hall in New York City. Außerdem ist sie Trustee der American Academy in Berlin, die in dem Haus am Wannsee untergebracht ist, wo ihre Mutter Anna-Maria Kellen ihre Kindheit verbrachte.
Des weiteren ist Marina Kellen French seit 37 Jahren Mitglied des Vorstandes der Metropolitan Opera in New York und ein Life Trustee der Morgan Library und des Rundfunksenders Channel 13.
Eintritt: $ 350 (der steuerlich absetzbare Spendenanteil beträgt $ 240)
Für weitere Informationen und um eine Einladung zugeschickt zu bekommen, kontaktieren Sie bitte Michael Lahr per eMail.
 
Donnerstag, 16. Februar 2017 um 19.30 Uhr
Austrian Cultural Forum
11 East 52nd street
New York, NY 10022
Leid und Sehnsucht im Exil
Stefan Zweig und Frédéric Chopin – eine musikalisch-literarische Collage
Am 22. Februar jährt sich der Todestag von Stefan Zweig zum 75. Mal. Verzweifelt und deprimiert über den fortschreitenden Krieg und die Zerstörung Europas, beging Zweig gemeinsam mit seiner Frau Selbstmord im brasilianischen Exil.
Nach dem Ende des 1. Weltkrieges warb Zweig in zahlreichen Vorträgen für seinen Traum, die Welt auf humanistischen Tugenden neu aufzubauen. Geprägt vom Geist und Werk des Erasmus von Rotterdam, zutiefst überzeugt von der inneren persönlichen Freiheit des Menschen und beseelt vom europäischen Gedanken, setzte Zweig sich ein für ein geistig geeintes Europa, in dem Nationalismus und Revanchismus keinen Platz haben sollten.
In einem Brief an Richard Strauss schrieb Zweig einmal: „Allen wirklichen Kunstwerken wohnt die Kraft inne, Widerstände zu besiegen.“ Zweig war Realist genug, um zu sehen, wie die Welt um ihn herum wirklich war. Doch er bleibt nicht bei der Abbildung dieser erlebten Welt stehen. Seine Bücher treiben uns an, Energien zu entwickeln zur Beseitigung der geschilderten Missstände. Jede Zeile fordert uns als seine Leser heraus, die eigene Trägheit des Herzens zu überwinden.
Ein Jahrhundert früher hatte der Komponist Frédéric Chopin ebenfalls das Leid und die Sehnsucht eines Lebens im Exil durchlitten. Besonders in den mehr als 60 Mazurkas, Stücken, die auf dem traditionellen polnischen Tanz basieren, brachte Chopin sein Heimweh nach seinem polnischen Vaterland zum Ausdruck, das er 1830 im Alter von 20 Jahren verlassen hatte. Kurz danach kam es zum November-Aufstand, der wenig später blutig niedergeschlagen wurde. Chopin litt darunter sehr. Er würde nie mehr nach Polen zurückkehren.
Nach kurzen erläuternden Einführungen wird Pianist Marjan Kiepura vier berühmte Kompositionen Chopins, darunter zwei Mazurkas, interpretieren.
Konzept und Einführung: Michael Lahr
Es liest Gregorij H. von Leitis
Eintritt: frei – Reservierungen sind erforderlich und können unter www.acfny.org (auf „Events“ klicken und unter dem Datum des 16.02. die Veranstaltung aufrufen)
Eine Veranstaltung des Austrian Cultural Forum New York
in Kooperation mit Elysium – between two continents und The Lahr von Leitis Academy & Archive
Logo ACF NYC
 
Mittwoch, 1. Februar 2017 um 18.30 Uhr
Zentralsynagoge Sofia
Ekzarh Joseph 10
1000 Sofia / Bulgarien
Haß ist ein Mangel an Fantasie
Eine literarische Collage – Ein Mut machendes Zeugnis
unter der Schirmherrschaft von Alt-Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl und Prof. Felix Kolmer (Prag), Advisor / Foundation for Holocaust Victims
mit Texten von Alice Herz-Sommer, Georg Kafka, Paul Aron Sandfort, Leo Strauss, Viktor Ullmann und Ilse Weber
Die Welle von Terroranschlägen einerseits und rechtsextremen Gewalttaten andererseits führt uns erneut vor Augen, wie Hass Menschen verblenden kann. Die in Theresienstadt inhaftierten Künstlerinnen und Künstler haben dem von Graham Greene sehr treffend als „Mangel an Fantasie“ charakterisierten Hass und der Menschenverachtung auf ihre Weise getrotzt. Mit ihrer künstlerischen Imagination, ihrer schöpferischen Kraft und ihrer kreativen Energie stemmten sie sich gegen das Diktum der Nazis, die Juden seien Untermenschen und als solche jeder Kultur unfähig. Die von ihnen überlieferten Texte können uns gerade heute Mut machen, die Spirale von Hass und Gewalt zu durchbrechen.
Konzept und Einführung: Michael Lahr
Es liest Gregorij H. von Leitis
Eintritt: frei – Reservierungen und weitere Infos erhalten Sie per eMail.
Eine Veranstaltung der Deutschen Botschaft Sofia und der Zentralsynagoge Sofia
in Kooperation mit Elysium – between two continents und The Lahr von Leitis Academy & Archive
Logo Deutsche Botschaft in Sofia
Logo Synagoge Sofia
 
Freitag, 27. Januar 2017 um 19.30 Uhr
Pfarrsaal von St. Ursula
Kaiserplatz 13 A
80803 München
Zum Internationalen Holocaust Gedenktag:
Die Zeit hat unser Herz pervertiert
unter der Schirmherrschaft von Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern
Eine Lesung ausgewählter Texte von Stefan Zweig in Erinnerung an den 75. Todestag des Schriftstellers
1881 in Wien geboren, wuchs Stefan Zweig in einem großbürgerlichen Elternhaus auf. Die Erfahrungen des 1. Weltkrieges machten ihn zu einem Pazifisten. Gemeinsam mit seinem väterlichen Freund Romain Rolland setzte er sich nach 1918 für die friedliche Vereinigung Europas ein.
Bis zum Alter von 52 Jahren veröffentlichte Zweig etliche Bücher und Theaterstücke und warb in zahlreichen Vorträgen für ein geistig geeintes Europa, in dem Nationalismus und Revanchismus keinen Platz haben sollten.
Nach der Machtergreifung durch die Nazis emigrierte er nach England. Seine Bücher wurden von den Nazis verbrannt. Mit dem Beginn des 2. Weltkrieges erkannte Zweig, dass der Traum eines im Geist des Humanismus geeinten Europa endgültig zerstört sei. Er ließ sich im brasilianischen Petropolis nieder. Der fortschreitende Krieg und die immer düsterer werdenden Aussichten in Europa bedrückten ihn schließlich so sehr, dass er in der Nacht vom 22. Februar 1942 Selbstmord beging.
In einem Brief an Richard Strauss schrieb Zweig einmal: „Allen wirklichen Kunstwerken wohnt die Kraft inne, Widerstände zu besiegen.“ Zweig war Realist genug, um zu sehen, wie die Welt um ihn herum wirklich war. Doch er bleibt nicht bei der Abbildung dieser erlebten Welt stehen. Seine Bücher treiben uns an, Energien zu entwickeln zur Beseitigung der geschilderten Missstände. Jede Zeile fordert uns als seine Leser heraus, die eigene Trägheit des Herzens zu überwinden.
Konzept und Einführung: Michael Lahr
Es liest Gregorij H. von Leitis
Eintritt: frei – um Spenden für die Arbeit von Elysium – between two continents wird gebeten
Eine Veranstaltung von Elysium – between two continents und The Lahr von Leitis Academy & Archive in Kooperation mit der Pfarrei St. Ursula München-Schwabing
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Dienstag, 24. Januar 2017 um 12.30 Uhr
Deutsche Botschaft
Wien / Österreich
Haß ist ein Mangel an Fantasie
Eine literarische Collage – Ein Mut machendes Zeugnis
unter der Schirmherrschaft von Alt-Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl und Prof. Felix Kolmer (Prag), Advisor / Foundation for Holocaust Victims
mit Texten von Alice Herz-Sommer, Georg Kafka, Paul Aron Sandfort, Leo Strauss, Viktor Ullmann und Ilse Weber
Die Welle von Terroranschlägen einerseits und rechtsextremen Gewalttaten andererseits führt uns erneut vor Augen, wie Hass Menschen verblenden kann. Die in Theresienstadt inhaftierten Künstlerinnen und Künstler haben dem von Graham Greene sehr treffend als „Mangel an Fantasie“ charakterisierten Hass und der Menschenverachtung auf ihre Weise getrotzt. Mit ihrer künstlerischen Imagination, ihrer schöpferischen Kraft und ihrer kreativen Energie stemmten sie sich gegen das Diktum der Nazis, die Juden seien Untermenschen und als solche jeder Kultur unfähig. Die von ihnen überlieferten Texte können uns gerade heute Mut machen, die Spirale von Hass und Gewalt zu durchbrechen.
Konzept und Einführung: Michael Lahr
Es liest Gregorij H. von Leitis
Geschlossene Veranstaltung
Eine Veranstaltung der Deutschen Botschaft Wien
in Kooperation mit Elysium – between two continents und The Lahr von Leitis Academy & Archive

Logo Deutsche Botschaft in Wien

 
 
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