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Das Lahr von Leitis Archive
Sammeln – Bewahren – Erinnern
 
Julius Franz Hirt
Julius Franz Hirt
 
Julius Franz Hirt, geb. am 20. Februar 1811, besuchte das Fürstliche Gymnasium zu Gera und begann 1830 sein Jurastudium an der Universität in Leipzig. Er bestand als Bester des Jahres sein Examen am 22. März 1833 und trat am 14. Juni 1833 als Assistent in den Dienst des Fürsten Reuss am Stadtgericht in Gera ein. Am 1. Mai 1846 wurde er als Direktor des Fürstlichen Kriminalgerichts im Fürstentum Reuß-Gera berufen und verwaltete dieses Amt bis zum 1. Juli 1863. Während dieser Zeit wurde er wiederholt als Abgeordneter in den Landtag des Fürstentums Reuß jüngere Linie gewählt und führte zwei Perioden lang das Präsidium.
1863 wurde Julius Franz Hirt zum Direktor des neu errichteten Fürstlichen Kreisgerichts ernannt. Am 28. Mai 1864 verlieh im Fürst Heinrich LXVII. das Zivilehrenkreuz I. Klasse. 1870 erhielt er die Kaiserliche Kriegsgedenkmünze für Nichtkombattanten. Per Staatsvertrag vom 18. Mai 1878 wurden die Gerichte zusammengelegt und Julius Franz Hirt wurde zum ersten Präsidenten dieser höchsten Justizbehörde ernannt. Bis zu seinem Tod am 4. März 1882 war er der höchste Richter im Lande.
Am 6. Januar 1882 erhielt er von Großherzog Karl Alexander von Sachsen-Weimar die Ernennung zum Komtur des Hausordens der Wachsamkeit oder vom weißen Falken. Neben seiner Tätigkeit bei Gericht war Julius Franz Hirt auch literarisch aktiv: Unter dem Pseudonym Bernhard Auinger schrieb er Theaterstücke und Kriminalromane.
Julius Franz Hirt war verheiratet mit Louise Francisca geb. Raithel (1814 – 1881). Das Ehepaar hatte eine unverheiratete Tochter Elisabeth und sechs Söhne:
Georg Hirt ging als Blumenmaler in die Kunstgeschichte ein,
Paul Hirt wurde Gartenbauarchitekt,
Wolfgang Hirt wurde Theologe in Leipzig,
Albert Hirt wurde Apotheker und erhielt schließlich 1892 die Lizenz, eine Apotheke in Berlin-Friedenau zu eröffnen. Das von ihm und seiner Frau Marie geb. Bräunlich geführte Haus, Villa Marie, wurde zum Treffpunkt für Künstler und Akademiker. Ein besonders intensives Freundschaftsverhältnis entstand zu dem Bildhauer Valentino Casal, welcher Teile der Siegesallee Unter den Linden schuf und später das Grabmal für Albert Hirt auf dem Friedenauer Friedhof in der Stubenrauchstraße gestaltete.
 
Weitere Quellen:
Foto: Georg Hirt, Blumenmaler (stehend) und Paul Hirt, Gartenbauarchitekt
 

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